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Pressemeldung zum Inkrafttreten des UN-Abkommens gegen Folter in der Dominikanischen Republik

Julia Borst  (23.02.2012, 10.31 Uhr)

Die Dominikanische Republik, muss die skandalöse Praxis der Polizeigewalt beenden, nun, da sie das UN Abkommen gegen Folter ratifiziert hat, so Amnesty International.

Der internationale Vertrag, der Folter und andere Formen der Misshandlung von Häftlingen verbietet, tritt am Donnerstag, den 23. Februar, in der Dominikanischen Republik in Kraft.

Amnesty International hat bereits im Vorfeld ein besorgniserregendes Niveau an Missbrauch - darunter auch Folter und illegale Tötungen - festgestellt, der von der Polizei des Landes praktiziert wird.

"Es sollte gewürdigt werden, dass die Dominikanische Republik diesem wichtigen internationalen Vertragswerk zum Kampf gegen Folter beigetreten ist", so Javier Zúñiga, Special Advisor von Amnesty International.

"Aber die Behörden des Landes - und die Nationalpolizei im Besonderen - müssen ein für alle Mal die jahrzehntelange Praxis des Missbrauchs beenden und die Vorgaben des Vertragswerks erfüllen, indem sie Gesetze schaffen, die die Menschenrechte respektieren."

Um den jüngst ratifizierten Vertrag vollständig umzusetzen, müssen die Behörden der Dominikanischen Republik dafür sorgen, dass unmittelbare und unparteiische Untersuchungen durchgeführt werden, sobald es berechtigte Gründe zum Vorliegen eines Akts der Folter gibt.

Sie müssen Sorge tragen, dass die Opfer eines solchen MIssbrauchs Zugang zu Kompensationen und medizinischen und psychologischen Rehabilitationsmaßnahmen haben.

Ein Jahr, nachdem der Vertrag in der Dominikansichen Republik in Kraft tritt, werden die Behörden aufgefordert werden, einen Fortschrittsbericht beim UN Kommittee gegen Folter vorzulegen.


Zur Original-Pressemeldung.



Vorlage zur Dominikanischen Republik an das UN-Menschenrechtskommittee

Julia Borst  (20.02.2012, 08.20 Uhr)

Amnesty International wird dem Menschenrechtskommittee hinsichtlich der anstehenden Überprüfung des fünften Berichts der Dominikanischen Republik zur Implementierung des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte eine Vorlage unterbreiten. Das Dokument betont die wichtigsten Punkte bezüglich der Bedenken Amnesty Internationals gegenüber immer noch verbreiteter Menschenrechtsverletzungen in der Dominikanischen Republik. Die Vorlage basiert auf dem aktuellen Bericht von Amnesty International mit dem Titel "Dominican Republic: 'Shut up if you don't want to be killed!': Human rights violations by police in the Dominican Republic" (AI Index: AMR 27/002/2011, 25 October 2011, http://www.amnesty.org/en/library/info/AMR27/002/2011/en), den Sie auch unter der Kategorie Downloads finden. Zur Vorlage.



Sonia Pierre: Amnesty International betrauert den Verlust einer bedeutenden Menschenrechtsaktivistin der Dominikanischen Republik

Julia Borst  (12.12.2011, 15.30 Uhr)

Amnesty International trauert um Sonia Pierre, die am 4. Dezember einem Herzinfarkt erlag. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Sie war eine bedeutende Menschenrechtsaktivistin in der Region der Americas, die unermüdlich für die Rechte von Frauen und ein Ende der Diskriminierung von haitianischen Migranten und von Menschen haitianischer Abstammung kämpfte. Sie war die geschäftsführende Direktorin der Menschenrechtsorganisation "Bewegung für dominikanisch-haitianische Frauen"(Movimiento de Mujeres Dominico-Haitianas, MUDHA).

Wir haben einige Jahre mit Sonia Pierre zusammengearbeitet. Ihr Mut, ihr Einsatz, ihre Beharrlichkeit und ihr Engagement für eine Überwindung der Diskriminierung aufgrund von ethnischer oder geschlechtlicher Zugehörigkeit werden immer eine große Inspiration für uns alle sein. Trotz der Bedrohungen und Belästigungen, die sie und ihre Kinder aufgrund ihrer Arbeit für ein Ende der Diskriminierung gegenüber der haitianischen Gemeinschaft in der Dominikanischen Republik erdulden mussten, verlor sie nie ihre Energie, ihren Fokus und ihren Antrieb.

Wir haben eine außergewöhnliche Frau und Menschenrechtsaktivistin verloren, aber ihre Erinnerung bleibt in uns allen lebendig. Ihr Gedächtnis ermutigt uns, uns weiterhin für eine volle Verwirklichung der Menschenrechte ohne jegliche Art der Diskriminierung und für die Anerkennung und den Schutz aller Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten in der Dominikanischen Republik und anderswo in den Americas einzusetzen.


Zum englischen Original geht es hier.



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